Sonntagsfrage: Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre
Die Sonntagsfrage ist die Standardfrage der Wahlforschung: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“ Hier steht die Antwort im Mittel der 10 Institute, deren neueste Umfrage höchstens 45 Tage alt ist, darunter die neueste Umfrage jedes Instituts und die Sonntagsfrage für jeden Landtag.
Sonntagsfrage Bundestagswahl: Mittelwert aller Institute
- AfD28,0 %+0,3
- CDU/CSU20,2 %-1,4
- Grüne14,9 %+0,8
- SPD12,9 %+0,7
- Linke11,4 %-0,1
- FDP4,3 %-0,3
- BSW3,4 %+0,4
- Sonstige5,8 %-0,8
Gestrichelte Linie: Sperrklausel von 5 Prozent. Heller Bereich: statistische Fehlertoleranz einer einzelnen Umfrage. Veränderung gegenüber dem Mittelwert davor.
AfD liegt mit 28,0 % vorn, 7,8 Punkte vor CDU/CSU (20,2 %). Größte Bewegung in 45 Tagen: CDU/CSU −1,4 und Grüne +0,8. Um die 5-Prozent-Hürde: FDP 4,3 %.
Die neueste Sonntagsfrage jedes Instituts
Eine Zeile je Institut, jeweils die zuletzt veröffentlichte Umfrage zur Bundestagswahl. Unterschiede zwischen den Instituten sind normal: Sie befragen unterschiedlich, gewichten unterschiedlich und werten Unentschlossene unterschiedlich.
| Institut | Veröffentlicht | AfD | CDU/CSU | Grüne | SPD | Linke | FDP | BSW | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| INSA | 26.09.2026 | 29 | 19 | 15 | 14 | 10 | 4 | 3 | ||
| Verian (Emnid) | 25.09.2026 | 28 | 20 | 15 | 14 | 12 | 4 | 3 | ||
| Forschungsgruppe Wahlen | 25.09.2026 | 28 | 21 | 14 | 13 | 12 | 3 | – | ||
| Allensbach | 24.09.2026 | 28 | 23 | 14 | 13 | 10 | 5 | – | ||
| Forsa | 22.09.2026 | 27 | 20 | 17 | 12 | 12 | 4 | 3 | ||
| pollytix | 16.09.2026 | 27 | 19 | 14 | 14 | 12 | 5 | 5 | ||
| YouGov | 15.09.2026 | 29 | 18 | 16 | 13 | 10 | 5 | 4 | ||
| GMS | 14.09.2026 | 30 | 20 | 14 | 11 | 11 | 4 | 3 | ||
| Infratest dimap | 03.09.2026 | 27 | 21 | 15 | 13 | 12 | 4 | – | ||
| Ipsos | 02.09.2026 | 27 | 21 | 15 | 12 | 13 | 5 | 3 | ||
| Min – Max | 27–30 | 18–23 | 14–17 | 11–14 | 10–13 | 3–5 | 3–5 | |||
Je Partei ist der niedrigste Wert der Tabelle orange und der höchste grün markiert; die letzte Zeile zeigt die Spanne.
Sonntagsfrage in den 16 Bundesländern
Stärkste Partei im Mittel der Institute je Landtag. Jede Zeile führt zur Seite mit allen Umfragen, Sitzverteilung und Koalitionen des Landes.
| Land | Stärkste Partei | Stand |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Grüne 27,8 % | 10.04.2026 |
| Bayern | CSU 38,0 % | 12.09.2026 |
| Berlin | Linke 21,4 % | 18.09.2026 |
| Brandenburg | AfD 35,5 % | 24.06.2026 |
| Bremen | CDU 22,5 % | 19.08.2026 |
| Hamburg | SPD 30,5 % | 20.06.2026 |
| Hessen | CDU 31,0 % | 29.04.2026 |
| Mecklenburg-Vorpommern | AfD 36,8 % | 17.09.2026 |
| Niedersachsen | SPD 26,0 % | 11.09.2026 |
| Nordrhein-Westfalen | CDU 30,5 % | 23.09.2026 |
| Rheinland-Pfalz | CDU 28,0 % | 20.08.2026 |
| Saarland | SPD 27,0 % | 03.12.2025 |
| Sachsen | AfD 42,0 % | 21.05.2026 |
| Sachsen-Anhalt | AfD 42,0 % | 03.09.2026 |
| Schleswig-Holstein | CDU 30,0 % | 14.07.2026 |
| Thüringen | AfD 40,0 % | 02.07.2026 |
Was die Sonntagsfrage aussagt und was nicht
Die Institute befragen je Umfrage meist 1.000 bis 2.500 Wahlberechtigte, telefonisch, online oder gemischt. Die Rohantworten werden nach Alter, Geschlecht, Region, Bildung und dem Wahlverhalten bei der letzten Wahl gewichtet; Unentschlossene und Nichtwähler fallen heraus. Veröffentlicht wird der Anteil je Partei unter denen, die eine Partei nennen.
Die Sonntagsfrage misst die Stimmung am Befragungstag, sie ist keine Prognose. Wie sich daraus eine Erwartung für den Wahltag ableiten lässt, zeigt die Wahlprognose. Jede einzelne Umfrage hat eine Fehlertoleranz von etwa zwei bis drei Punkten je Partei; der Mittelwert mehrerer Institute glättet Ausreißer.
Welche Institute wen systematisch höher oder niedriger messen, steht unter Hauseffekte, die Treffsicherheit vor vergangenen Wahlen unter Institute im Vergleich. Die Begriffe erklärt das Wahllexikon.
Häufige Fragen zur Sonntagsfrage
- Wenn heute Bundestagswahl wäre, wer würde gewinnen?
- Im Mittel der 10 Institute liegt AfD mit 28,0 % vorn, vor CDU/CSU mit 20,2 % (Stand 26.09.2026). Wer regiert, entscheidet aber die Sitzverteilung und die Koalitionsbildung, nicht der erste Platz allein.
- Wie oft wird die Sonntagsfrage erhoben?
- Forsa und INSA veröffentlichen wöchentlich, YouGov meist alle zwei Wochen, Infratest dimap, die Forschungsgruppe Wahlen, Allensbach, GMS und Verian etwa monatlich. Im Bund erscheinen so meist drei bis fünf Umfragen pro Woche.
- Ist die Sonntagsfrage eine Wahlprognose?
- Nein. Sie misst die aktuelle Stimmung. Eine Prognose rechnet zusätzlich mit der Unsicherheit bis zum Wahltag und der historischen Abweichung der Umfragen vom Ergebnis.
- Wie wird der Umfrage-Mittelwert berechnet?
- Wir nehmen von jedem Institut die neueste Umfrage aus den letzten 45 Tagen und mitteln sie gleichgewichtet. Parteien erscheinen so, wie die Institute sie ausweisen; „Sonstige“ sammelt alles, was nicht einzeln genannt wird. Der helle Bereich zeigt die statistische Fehlertoleranz einer einzelnen Umfrage mit rund 1.000 Befragten.
- Warum weichen die Institute voneinander ab?
- Die Institute befragen unterschiedlich (Telefon, Online-Panel, gemischt) und gewichten Unentschlossene verschieden. Die Spanne zwischen niedrigstem und höchstem Wert je Partei steht als Bereich unter dem Balken; systematische Unterschiede je Institut zeigen die Hauseffekte.